Witten, wir kommen....
Wir sieben machen uns am Samstagmorgen auf den Weg nach Witten. Der Saalbau Witten füllt sich schon mit Sängerinnen und Sängern und jeder holt sich sein Namensschild und bekommt direkt seine Chormappe. Zuerst geht es an ein paar Atem- und Einsingübungen mit Miriam Schäfer....wir sind schon jetzt begeistert, denn Miriam Schäfer ist eine studierte Singer- Songwriterin, die seit März 2007 die Musikschule der Creativen Kirche leitet. Sie versteht es, die ca. 500 Sängerinnen und Sänger sofort in ihren Bann zu reißen. Abwechselnd mit Hans Martin Sauter, dem Würtemberger, der als Lehrer an der Musikschule Heilbronn tätig ist, lernen wir verschiedene Lieder. Ganz unterschiedlich gestalten sich die zwei Referenten wie auch die Stücke. Alle Lieder sind auf englisch, aber nicht so schwer zu singen. "We Pray", You Are My Friend", "Born Again", "We Can Move Mountains", "In Christ Alone", "Born Again" und "Immanuel" beschäftigen uns den ganzen Tag im Wechsel. In den Pausen erholen wir uns bei Mittagessen und Kaffee. Am späten Nachmittag endet der Chortag mit einem Gottesdienst, in dem wir alle Lieder noch einmal, von der Chorband begleitet, singen. Mit dem ein oder anderen Ohrwurm fahren wir wieder Richtung Heimat und hoffen, einige von den Stücken in unserem Chor einzustudieren.....wie immer ist Jeder eingeladen, bei uns rein zu schnuppern.
Das Mega-Bibel-Event des Jahres 2010
Was für ein Erlebnis! Einer von 2.500 Sängern zu sein, das erlebt man nicht alle Tage. Zusammen mit einem Orchester, einigen begabten Solisten und einer zweimal fast ausverkauften Westfalenhalle wird dieses Erlebnis jedoch zu einem Ereignis, bei dem man vermutlich nur einmal im Leben dabei sein kann. Und ich war mitten drin! Genau wie 13 andere Mitglieder unseres Chores Gegenwind.
von Dieter Falk und Michael Kunze. Es erzählt die Geschichte von Moses, der dem Volk Israel zum Auszug aus Ägypten verhilft und am Berg Sinai von Gott die 10 Gebote erhält. Das Großprojekt ist schon seit Wochen und Monaten in aller Munde. Nicht nur im Chor Gegenwind selbst, sondern auch im Fernsehen und in unserer Gemeinde, die einen ganzen Bus zur Premiere gesandt hat. Die Nachfrage nach Karten war so groß, dass prompt die Generalprobe öffentlich gemacht wurde, was uns also zweimal das Vergnügen bereitete, vor fast 9.000 Menschen zu singen.
Zusammen mit dem Hohner Gospeltrain machten wir uns auf den Weg nach Dortmund. Nach dem Check-In im Hotel, erreichten wir zu Fuß die Dortmunder Westfalenhalle in großer Vorfreude. Denn nun sollten alle Teile des großen Puzzles der Inszenierung zusammengefügt werden: Die erste Probe mit wirklich allen Beteiligten und allen geplanten Specials. Wie wird die Kulisse des Thronsaales des Pharaos wirken, wenn wir alle unsere goldenen Wärmedecken hoch halten? Wie wird die Projektion des sich teilenden Wassers auf den großen weißen Chor aussehen, der als menschliche Leinwand dient? Diejenigen, die da waren, können sicher bestätigen, dass alleine der Chor an sich, einen tollen Anblick bot, einmal ganz abgesehen von den Effekten.
Irgendwann sollte dann endlich auf die Proben, der Auftritt folgen. Die Anspannung aller Beteiligten spürte man förmlich in der Luft und sie entlud sich im großen Chor -ausgehend von unserem Bass - in einer riesigen La-Ola-Welle, die mehrmals durch die ganze Westfalenhalle ging. Das war ein tolles Gefühl, als sich auch alle Zuschauer beteiligten. So legte sich unsere Aufregung und das Publikum wurde mitgerissen von unserer Begeisterung. Dann begann das große Grummeln, dass die Aufführung einleitete. Endlich ging es los! Und wir hatten einen riesen Spaß! Ein Highlight für mich war das Lied „Ziporahs Zuspruch“, als nicht nur wir bunte Knicklichter in die Luft hoben, sondern auch das Publikum die Westfalenhalle in ein großartiges Lichtermeer verwandelte. Ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut. Doch der ergreifendste Moment für uns Sänger war wohl der nach dem letzten Lied: Als das große Finale gesungen war, sich das ganze Publikum klatschend und jubelnd erhob und alle Aufregung und Last von uns fiel. Das war wirklich gigantisch! Und so konnte sich der oder die ein oder andere, eine kleine Träne nicht verkneifen. Und selbst auf der Rückfahrt nach der spontan geplanten After-Show-Party am Sonntag, bei der wir unserer Freude noch einmal auf der Tanzfläche Ausdruck verleihen durften, klangen die Songs im Bus weiter mit uns mit. So schnell konnten wir noch nicht loslassen, von einem Projekt, das uns Teilnehmern unvergessen bleiben wird. Also trällerte der ganze Bus ausgelassen weiter und auch in den Tagen danach, gingen uns viele Lieder nicht aus dem Kopf. Und das ist auch gut so. Denn es war wirklich toll, auch wenn wir im Nachhinein erfuhren, dass beim Publikum aufgrund der technischen Übertragung nicht alle Texte deutlich ankamen, was natürlich sehr schade ist!
Wer noch mehr sehen möchte, kann unter www.die10gebote.de nachschauen...
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